UMZUG DES BUNDESMINISTERIUMS DES INNERN. Umzug von 1.400 Arbeitsplätzen unter strengem Polizeischutz

    Innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft mit zwei weiteren Firmen zog die Spedition Bartsch & Weickert das Bundesministerium des Innern innerhalb von Berlin um. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bedankte sich sogar persönlich bei den Umzugsprofis.


    Stets sicher: Umzug als letzte Phase des Neubauprojekts

    »Aus Drei mach Eins. Und ein besonders Sicheres dazu!«, so muss die Anforderung des Bundesministeriums des Innern (BMI) an den eigenen Standort gelautet haben. Nach vielen Arbeitsjahren an drei Berliner Standorten plante das BMI seit zirka 2005 die Zusammenführung in einen einzigen Neubau, in dem rund 1.400 Beschäftigte arbeiten können.

    Am ausgewählten Standort in Berlin-Moabit, an der Nordseite der Spree zwischen dem Kanzlergarten und dem Berliner Hauptbahnhof, sollte ein wirtschaftlich effizientes und sehr sicheres Gebäude entstehen. Von gut überwachten Eingängen bis hin zu abhörsicheren Konferenzräumen waren sämtliche Sicherheitsaspekte in der Planung berücksichtigt worden.

    Im Dezember 2010 hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière zum ersten Spatenstich angesetzt. Rund viereinhalb Jahre später, im April 2015, konnte der Neubau dann bezogen werden.

     

    Fotos: © Henning Schacht


    Höchste Sicherheitsvorkehrungen durch Bundespolizei

    Bis zum Abschluss wurde der Umzug von steten Sicherheitsvorkehrungen durch die Bundespolizei begleitet. Immerhin erhielten die Dienstleister Zutritt in eine äußerst sensible Umgebung. Auch wurden teils höchst vertrauliche Dokumente transportiert, die oftmals der Geheimhaltung unterliegen – in Papierform oder digital auf den PCs.

    So führte die Bundespolizei beim gesamten Umzugspersonal Sicherheitsprüfungen durch. Die einfache Überprüfung mit Anfragen etwa bei staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregistern galt für jeden Mitarbeiter. Für Projektleiter, kaufmännische Koordinatoren, Registraturpacker und IT-Servicepersonal wurde sogar Stufe »SÜ2« relevant, die auch Anfragen an Grenzschutzdirektionen und Nachrichtendienste des Bundes berücksichtigt.

     

    Fotos: © Henning Schacht


    Da die polizeilichen Prüfungen keine Sicherheitsbedenken ergaben, durften die Lkws der drei Umzugsunternehmen schließlich rollen. Doch Sicherheit war auch im laufenden Projekt höchstes Kriterium: Sämtliche Lkw-Ladungen wurden vor Abfahrt kontrolliert und verplombt. Über Polizeieskorten durften sich vor allem jene Fahrzeuge freuen, die hochsensibles Transportgut beförderten, vor allem eben vertrauliches Aktenmaterial oder IT. Eine derart problemlose Fortbewegung im Berliner Verkehr bietet sich für die Spediteure selten.

    Drei Unternehmen, drei Umzugsphasen, tausende Kubikmeter Volumen

    Schon im Bieterverfahren entschlossen sich die drei ausführenden Umzugsunternehmen – mit dabei: Bartsch & Weickert – als Arbeitsgemeinschaft aufzutreten. Gemeinsam arbeitete man bereits im Vorfeld die genaue Umzugsplanung aus, die schließlich überzeugen konnte.

    Getreu dem Sprichwort »Alle guten Dinge sind drei« planten die drei Unternehmen auch mit drei Umzugsphasen. Im Rahmen der Vor- und Nachumzüge zogen dann stolze 4,6 Kilometer Akten sowie 860 Kubikmeter Lagerbereiche um. Ebenso verlagerten die Betriebe 1.600 laufende Meter Bibliotheksmedienbestände samt Bücherregalen.

    Der Hauptumzug widmete sich vor allem den Büros der Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern. Neben dem Mobiliar standen 1.500 IT-Geräte auf der »To-do-Liste«, die allesamt entkabelt und umgezogen werden mussten. Zusätzlich fanden rund 11.000 Umzugskartons den sicheren Weg von den bisherigen drei Standorten in den Neubau in Berlin-Moabit.

     



    Minister besucht das neue Büro im Urlaub

    Trotz der Planung mit drei Phasen war das gesamte Zeitfenster knapp bemessen. Die Menge an Umzugsgut war einfach enorm, und der Hauptumzug sollte an nur einem Wochenende Ende April erledigt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiteten insgesamt 120 Mitarbeiter rund um die Uhr und ließen 13 Lkws unter dem Berliner Tag- und Nachthimmel pendeln. Freitagmittag begannen die Arbeiten, Sonntagabend waren sie dann beendet.

    Dass aber nicht nur Möbelspediteure am Wochenende arbeiten, bewies neben zahlreichen Mitarbeitern des Umzugsstabs des Ministeriums trotz seines Kurzurlaubs auch der Bundesinnenminister Thomas de Maizière höchstpersönlich: Sonntags schaute er spontan in seinem neuen Büro vorbei und war sichtlich angetan von der guten Umzugsleistung. Per Handschlag bedankte sich der Minister bei vielen Mitgliedern der Umzugscrew – und stand auch für Erinnerungsfotos zur Verfügung.